Der Irrweg meiner Behandlung der übermäßigen Schweißabsonderungen

Wenn man morgens aufwacht und Schlafanzug und Bettzeug um ein paar Kilo schwerer sind, kann nicht mehr von einer normalen Temperaturregulation über den Schweiß des Körpers die Rede sein.

Wenn diese Schweißausbrüche auch des Tages stattfinden hat es auch noch sehr unangenehme Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben, man verabschiedet sich sozusagen von diesem.

Schön Angezogen im neuen oder frisch gereinigten Anzug soll es ins Musical gehen.

Schon nachdem die Jacke angezogen wird, geht es los.

Es dauert zwei, drei Minuten und man sieht aus als wenn man mit diesem Anzug dem Wasser entstieg.

Die frisch geföhnten spärlichen Haare haben Mitleid mit dem Anzug und sehen genauso traurig aus, lassen sich einfach hängen.

Wenn man gesellschaftlich nicht im Abseits stehen will, sollte man diesem Zustand ein Ende bereiten.

Also nichts wie hin zum nächsten Facharzt.

Eine große Suche nach den Ursachen begann.

Laborwerte, Hormonspiegel EKG etc. also das volle Programm, leider wieder ohne Ergebnis.

Vorschlag aus schulmedizinischer Sicht, erst einmal abnehmen, Sport treiben, Ernährung Umstellen, nicht mehr Rauchen (schwierig als Nichtraucher) und zur direkten Therapie hoch dosierte Aluminium Chlorohydrate, die sollten dem Schweiß ein Ende setzen.

Nicht ohne Erfolg diese Therapie.

An den Stellen an den man besonders schwitzt, zeigt sich auch Wirkung durch diese Therapie.

Schlecht nur, dass sich die Schweißabsonderungen nun verschieben und man will sich doch nicht den ganzen Körper besprühen, ich jedenfalls nicht.

Wenn man dann hartnäckig am Arzt dran bleibt erfährt man von relativ neuartigen Therapien.

Bei einer sekundären Hyperhidrose, so nennt sich diese Krankheit, erfolgt die Behandlung der Grundkrankheit, sollte überhaupt so eine vorliegen, z.B. der Schilddrüsenüberfunktion.

Wenn diese als Ursache ausgeschlossen wurde wird wie folgt verfahren:

Bei der primären Hyperhidrose werden konservative und chirurgisch operative Verfahren unterschieden.

Konservative Therapie:

Antitranspiranzien

Iontophorese

Botulinumtoxin: (Botulinumtoxin – Injektion unter die Haut, z. B. der Achsel, soll die Nervenleitung blockieren)

Chirurgische Therapie:

Lokale Schweißdrüsenexcision, in der Achsel (über ein oder mehrere Zugänge werden die Schweißdrüsen herausgeschnitten unter Hinterlassung größerer Narben).

Subcutane Schweißdrüsenkürettage in der Achsel:

Ähnlich wie bei der Fettabsaugung werden über kleine Zugänge in der Achselhöhle Unterhautfettgewebe abgesaugt und hierbei die zu den Schweißdrüsen ziehenden Nerven durchtrennt.

Dies führt jedoch selten zur völligen Trockenheit, es besteht eine hohe Rückfall-Tendenz.

Offene Sympatektomie:

Im Rahmen eines großen Brustkorb-Eingriffes wird dieser eröffnet und die Schweißnerven aufgesucht und durchtrennt.

Heutzutage mit der Entwicklung der minimal-invasiven chirurgischen Techniken ist diese Methode obsolet.

Hierbei erfolgt mit Hilfe eines Endoskops und einer Spiegelung der Brusthöhle (Thorakoskopie) die Darstellung und elektrische Blockade (mittels Durchtrennung, Clipschnürung und/oder Teilentfernung) der Schweißnerven.

Dieser Eingriff wird auch als endoskopische transthorakale Sympatektomie (ETS) oder Sympaticusblockade bezeichnet und in einer chirurgischen Klinik des Krankenhauses durchgeführt. 

Echt toll, da werden sie geholfen würde Verona sagen!

Ich habe auf diese Behandlung dankend verzichtet. 

Bei einer solchen Behandlungsmethode wird der Körper eines seiner wichtigsten Regulierungsinstrumente beraubt. 

Die Schweißdrüsen sorgen nicht nur für die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur sondern befördern auch noch überschüssige Schlacken und Säuren aus dem Gewebe. 

Die schulmedizinische Antwort auf ein sehr unangenehmes Schwitzproblem ist eben so wie beschrieben, den Menschen soll ja auch geholfen werden, das erwarten sie doch auch wenn sie schon zum Arzt gehen. 

Gut wenigsten war der Versuch zu erkennen eine Ursache (Schilddrüsenüberfunktion) zu finden, doch größtenteils haben Schwitzer so wie ich einer war, keine Funktionsstörung der Schilddrüse, falls doch bleibt wieder die Frage nach der Ursache, die wäre dann wieder gleichen Ursprungs. 

Das es sich bei den Schweißausbrüchen um eine körperliche Selbstregulierungsfunktion handelt, die eben versucht die überschüssigen Schlacken und Säuren aus dem Gewebe zu entfernen, weil Nieren und Lungen es nicht mehr vermögen, auf diese Idee ist die Schulmedizin bisher nicht gekommen. 

Fazit: Was soll ich noch schreiben ohne mich zu wiederholen? 

Schlimmer als der Schweiß ist jedoch Scheiß, zumal wenn Durchfall im Spiel ist und dieser täglich bis zu 25 MAL! 

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